Power aus dem heimischen Kräutergarten (Teil 2)

Herzlich willkommen zum zweiten Teil der heimischen Kräutergarten-Serie hier auf Frankenaronia. Wie bereits am Anfang erwähnt, richtet sich diese Serie an jene Menschen, die große Naturliebhaber sind, jedoch nicht über den nötigen Platz verfügen, um Landwirtschaft im großen Stil zu betreiben.

2026-03 Power aus dem heimischen Kräutergarten (Teil 2) - Frankenaronia

Dies ist jedoch nicht nötig, um sich ein kleines Paradies, etwa auf seinem Balkon oder der Terrasse anzulegen. Vielleicht habt Ihr ja gar einen kleinen Garten. Es braucht nicht viel Platz und viel Ressourcen, wie etwa Wasser, um Kräuter aus der Heimat anzubauen und von ihren vielen Vorteilen zu profitieren.

Im ersten Teil der Serie ging es um Pfefferminze, Zitronenmelisse und Salbei. Na, wie habt Ihr diese 3 Superkräuter in den letzten Wochen in der Küche genutzt? Zur Erinnerung an ihre Stärken bzw. was sie so besonders macht oder falls Ihr den ersten Teil verpasst haben solltet, hier der Link, dass Ihr Euch direkt nochmal einlesen könnt: 

Power aus dem heimischen Kräutergarten (Teil 1):

https://frankenaronia.com/blogs/superfoods/power-aus-dem-heimischen-krautergarten-teil-1

So, lasst uns jetzt aber direkt mit dem zweiten Teil loslegen und 3 weitere starke Kräuter näher kennenlernen: 

1. Oregano

Oregano? Das klingt doch alles andere als heimisch. Stimmt, aber lasst Euch nicht in die Irre führen, denn der genetisch identische Zwilling dieses mediterranen Gewürzkrautes ist sehr wohl bei uns beheimatet. 

Klingelt es, wenn ich den Begriff „Dost“ oder Wilder Majoran statt Oregano verwende?

Die mehrjährige Pflanze, die mit ihren rosafarbenen Blüten die Bienen von Juni bis September in ihre Nähe lockt, ist bei uns als Gewöhnlicher Dost oder Echter Dost bekannt.

Diese robuste Pflanze ist ein echter Überlebenskünstler. Sie bevorzugt durchlässige, magere Böden, sonnige Standorte und ist besonders pflegeleicht. Sicher seid Ihr diesem Heilkraut schon auf einen oder anderen Trockenwiesen oder an Waldrändern begegnet.

Pflanzt Ihr Oregano bzw. Dost auf Eurem Balkon oder auf der Terasse, dann denkt daran, dass sich bald ein kleines Gebüsch bilden wird.

Lust auf eine Pizza Margherita mit ganz viel frischem Oregano darauf?

Oder lieber einen Salat, bei dem die frisch gepflückten Oreganoblätter den Gaumen auf eine magische Aromareise schicken?

Eins ist klar: der hohe Gehalt an ätherischen Ölen fasziniert unsere Sinnesorgane.

Ähnlich wie Manuka-Honig, wird Oregano oft als „natürliches Antibiotikum“ bezeichnet; wobei der Begriff „pflanzliches Antibiotikum“ wohl besser eignet ist. Aufgrund seiner schleimlösenden und entzündungshemmenden Wirkung wird der Wilde Dost traditionell bei Husten, Heiserkeit und anderen Atemwegsinfektionen eingesetzt. 

Des Weiteren findet das Heilkraut aufgrund der darin enthaltenen Bitterstoffe auch bei Magen-Darm-Beschwerden einen Einsatz. Die Kosmetikbranche hat die Vorteile dieses Krautes ebenfalls entdeckt und setzt es in diversen Produkten ein, etwa in Form von Badezusätzen, Umschlägen oder als verdünntes Öl.

2. Schnittlauch

Ein leckeres Butterbrot mit Zwiebelstückchen drauf?

Nicht doch, wenn es Schnittlauch gibt. Dieser ist nicht nur schnell und einfach zubereitet, etwa kleingeschnitten als Topping auf der Stulle, sondern schmeckt auch hervorragend ohne den Verdauungstrakt zu reizen.

In der freien Natur erkennt man den Schnittlauch an seinen saftig grünen, röhrenförmigen Blättern mit einer kleinen lilafarbenen Tulpe. Man kann ihn in im Supermarkt bereits geschnitten oder oft auch im Topf kaufen. Wer sicher gehen möchte, dass seine Heilkräuter nicht mit Pestiziden besprüht wurden, pflanzt sie am besten selbst an. Die zweitbeste Lösung ist der Kauf von Bio-Schnittlauch.

Wenn Ihr das volle Aroma dieses tollen Krautes genießen wollt, dann empfehle ich Euch, erst kurz vor dem Essen eine Schere in die Hand zu nehmen und in frisch „zu ernten“. Vermeidet das Hacken, zerstückelt anschließend die empfindlichen Halme lieber mit einem scharfen Messer in gleiche Größen, damit der Schnittlauch sein Aroma vollmündig entfalten kann.

Die Gewürzpflanze ist pflegleicht, sie mag sonnige bis halbschattige Standorte und einen durchlässigen, lockeren Boden. Anders als Oregano, benötigt Schnittlauch vergleichsweise viel Wasser. Wenn Ihr also für längere Zeit in den Urlaub fahrt oder verreist, dann habt am besten einen netten Nachbar parat, der den Schnittlauch während Eurer Reise regelmäßig gießen kommt.

Traditionell ist Schnittlauch für seine blutreinigende, harntreibende sowie schleimlösende Wirkung bekannt. Das Gewürzkraut ist reich an Vitamin K und damit gut für unsere Knochen.

Fazit: Schnittlauch ist nicht nur eine tolles Dekokraut zum Verzieren, sondern schmeckt auch noch sehr lecker. Also, nichts wie ran an den Schnittlauch!

3. Rosmarin

Habt Ihr schon einmal ein Fußbad mit frischen Rosmarinblättern genommen?

Falls nicht, dann ist es an der Zeit, diese weitere, außergewöhnliche Seite dieser tollen mediterranen Heilkrautes kennenzulernen.

Lautet der Titel dieses Artikels nicht ‚der heimische Kräutergarten‘? Ja. Auch wenn der Ursprung in südländischen Gefilden liegt, ist er auch in heimischen Gärten gut verbreitet.

Sein tolles Aroma und seine Robustheit sind zwei Dinge, die ich sehr am Rosmarin zu schätzen weiß. Die dunkelgrünen, nadelförmigen Blätter erinnern leicht an einen Tannenbaum, nur sind diese, im Vergleich zu dem Weihnachtsgenossen, wesentlich weicher.

Lust auf eine Portion Bratkartoffeln mit frischem Rosmarin?

Herrlich, oder? Ich würze mit Rosmarin mittlerweile so ziemlich jedes Essen.

Der Rosmarin ist zwar eine mehrjährige Kulturpflanze, aber den harten Winter mag er nicht ganz so. Diese Kälteempfindlichkeit macht ihn bei den heimischen Landwirten weniger beliebt. Die Pflanze bevorzugt zudem warme, trockene Südlagen und sandige Lehmböden.

Unlängst wurde Rosmarin zur „Heilpflanze des Jahres 2011“ gekürt. Außerdem wird sie als offizielles Heilmittel im amtlichen Arzneibuch geführt. Rosmarin wird zur Anregung des Herz- und Kreislaufs, zur Förderung des Verdauungssystems, zur Gedächtnissteigerung sowie zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne verwendet.

Die Kraft der Natur ist nicht zu unterschätzen

Vor rund 100 Jahren hatten Kräuter noch einen anderen Stellenwert im Alltag. Unsere Urgroßeltern und Großeltern verwendeten heimische Kräuter, um die Gerichte schmackhafter zu machen, wohlwissend, dass die kleinen Wunderpflanzen obendrauf auch noch eine heilende Wirkung auf den menschlichen Körper haben.

Leider sind durch das heutige Konsumverhalten, gefördert durch eine gemütliche, digitale Lebensweise viel Wissen verloren gegangen. Zwar steigt die Anzahl jener, die ihre Liebe zur Natur wieder entdecken bzw. die sich vermehrt „natürlicher“ ernähren, nichtsdestotrotz dürfen wir nicht vergessen, dass die Mehrheit unserer Gesellschaft in dem Karussell der Moderne, mit all ihren guten und schlechten Seiten, tief verfangen ist.

Wer also die Möglichkeit hat, sich ein kleines Gartenparadies zu Hause anzulegen und ein bisschen Platz für ein paar wunderbare Kräuter zu schaffen, der wird mit reichhaltigen Naturprodukten belohnt. Frisch, frei von Pestiziden und ohne lange Transportwege, d.h. völlig gereift – das klingt doch gut, oder?

Freut Euch demnächst auf Basilikum, Thymian und Löwenzahn.

Bis dahin, viel Spass beim Anpflanzen und Verzehren von Oregano, Schnittlauch und Rosmarin!

⭐⭐⭐⭐⭐

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Bio, handverlesen und ‚Made in Germany‘ – Das sind unsere Aroniaprodukte aus dem schönen Frankenland. 

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Ein Hoch auf das Leben!

Euer Roland


 

Bildquelle: Foto von www.kaboompics.com auf Pexels

 

Rechtshinweis: Unsere Aroniaprodukte sind natürliche Lebensmittel aus 100 % Aroniabeeren. Sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung oder ärztliche Behandlung. Alle Angaben beruhen auf allgemein zugänglichen Informationen. Dieses Produkt dient nicht der Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten. Wirkung individuell. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme bitte Arzt oder Apotheker konsultieren.