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Wermut: Mehr als nur ein Powerkraut für die Verdauung

Der „Wermutstropfen“ ist als Begriff in unserer Sprache fest etabliert. Das dies auf die Bitterkeit des bekannten Magenkrauts zurückzuführen ist, wissen nur die wenigsten.

Wermut Mehr als nur ein Powerkraut für die Verdauung - Frankenaronia

Absinth, Alsem, Bitterer Beifuß, Grabkraut oder Magenkraut sind alles Synonyme für Wermut. Die Heilpflanze, die auch bei uns in Europa beheimatet ist, wird in der Naturheilkunde für ihre besonderen Eigenschaften bereits seit dem Mittelalter geschätzt und verwendet. Sein würziger und extrem bitterer Geschmack macht Wermut darüber hinaus auch zu einem angesehenen Begleiter in der Küche. Nicht zuletzt basieren einige Spirituosen und Wein auf Wermut, was sie nicht nur in der Partyszene beliebt macht, sondern auch in den Restaurants. Hier werden sie nämlich als Verdauungshelfer eingesetzt.

Ein paar Fakten zu Wermut

Bevor wir auf die gesundheitlichen Vorteile, den Nährwert und die Verwendung von Wermut eingehen, lasst uns Licht auf ein paar wichtige Fakten der Pflanze werfen:

  • Das Superkraut bevorzugt kalkhaltige und nährstoffreiche Böden. Es kommt in Europasien, Indien und Nordafrika vor.

  • Die Pflanzenart gehört zur Familie der Korbblütler, genauer gesagt, zur Gattung Artemisia und Untergattung Absinth. Der lateinische Begriff für Wermutkraut ist daher Artemisia absinthium.

  • Wermutkraut enthält mit bis zu 0,4% eine hohe Konzentration an Bitterstoffen, darunter Absinthin als Hauptkomponente. Das ätherische Öl enthält über 60 Komponenten, insbesondere Thujon.

  • Hildegard von Bingen widmete sich im Mittelalter dieser Heilpflanze und schrieb ausführlich über die Wirkung von Wermut bei Verdauungsbeschwerden sowie die Vorzüge bei einer äußerlichen Anwendung.

  • Die gelben, in Rispen stehenden Blütenköpfchen haben ihre Blütezeit von Juli bis September.

Der Einsatz von Wermut in der Naturheilkunde

Seit dem Mittelalter, als Wermut als Allheilmittel betrachtet wurde, hat sich einiges geändert. Nichtsdestotrotz wird Wermutkraut auch heute noch bei vielerlei Beschwerden wirksam eingesetzt.

Die in dem Wermut enthaltenen Bitterstoffe bringen u.a. die folgenden gesundheitlichen Vorteile mit sich:

1. Verbesserung der Verdauung.

Den Namen Magenkraut hat sich Wermut wahrhaftig verdient. Bei krampfartigen Störungen des Magen- und Darmbereichs, wie z.B. Blähungen oder Gastritis, greift man gerne auf einen Wermutkrauttee oder andere Wermutkrautextrakte zurück.

Des Weiteren, wirkt Wermut auch umgekehrt bei der Anregung des Appetits, weshalb im Restaurant ein Gläschen Wermut zudem öfters gerne mal als Aperitif bestellt wird.

2. Anregung der Leber- und Gallenfunktion.

Die im Wermut enthaltenen Bitterstoffe helfen zusätzlich auch bei der Regulierung der Leber- und Gallentätigkeit. Durch die Anregung der Muskeln wirken diese obendrauf unterstützend bei einer sog. Detoxkur der inneren Organe.

3. Stimuliert die Gebärmutter und die Menstruation.

Gleichzeitig sollten Schwangere mit der Einnahme von Wermut vorsichtig sein, da der Verzehr auch zu Frühwehen führen kann. Auch stillende Mütter sollten vor dem Konsum von Wermutpräparaten lieber ihren Arzt konsultieren.

Weiterhin wirkt sich Wermut positiv aus, weil es ist:

  • antimikrobiell

  • antioxidativ und entzündungshemmend

  • unterstützend in der Krebsheilung (erste Studien im Bereich Leberkrebs)

  • fördernd beim Aufbau der kogniviten Fähigkeiten

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass bei einer starken Überdosierung Bauchschmerzen, Erbrechen und in Extremfällen sogar Nierenschäden auftreten können. Diese lassen sich durch die toxische Wirkung des Thujons erklären.

Wermut ist eine kraftvolle Heilpflanze und sollte daher entsprechend geschätzt und verantwortungsbewusst eingesetzt werden. (Im Zweifelsfall fragen sie ihren Arzt.)

Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Wermut

Wissenschaftliche Studien zu Wermut gibt es zur Genüge. Allein dies zeigt die Vielfältigkeit für den Nutzen und Einsatz von Wermut. Hervorheben möchte ich für ich die drei folgenden Publikationen.

New Evidence for Artemisia absinthium L. Application in Gastrointestinal Ailments: Ethnopharmacology, Antimicrobial Capacity, Cytotoxicity, and Phenolic Profile“ von Marija Ivanov, Uros Gasic, Dejan Stojkovic, Marina Kostic, Danijela Misic, Marina Sokovic. Erschienen in Evidence-based Complementary and Alternative Medicine 2021 Jul 22:2021:9961089. (PubMed, PMID: 34335850)

Pharmacological activities of Artemisia absinthium and control of hepatic cancer by expression regulation of TGFβ1 and MYC genes“ von Jannat Sohail, Muhammad Zubair et. al. Erschienen in PloS One 2023 Apr 13;18(4):e0284244. (PubMed, PMID: 37053209)

New Evidence for Artemisia absinthium as an Alternative to Classical Antibiotics: Chemical Analysis of Phenolic Compounds, Screening for Antimicrobial Activity“ von Zhihao Liu, Xiaolin Li et. al. Erschienen in International Journal of Molecular Sciences 2023 Jul 27;24(15):12044. (PubMed, PMID: 37569422)

Wenn Ihr Lust habt tiefer in die Materie einzusteigen, dann empfehle ich Euch die über 300 medizinischen Studien, die derzeit zur Wirkung von Wermut vorliegen. Siehe hierzu PubMed.

Ein Superkraut mit vielen Facetten

Wer hätte eingangs gedacht, dass der Wermut so vielseitig einsetzbar ist?

Wir haben es hier tatsächlich mit einer sehr kraftvollen Heilpflanze zu tun, die richtig eingesetzt uns vor vielen Unannehmlichkeiten schützen kann. Und wenn es mal mit der Verdauung nicht so gut hinhaut oder die Leber etwas Unterstützung benötigt, dann hilft bereits ein frischer Wermuttee ein ganzes Stückchen weiter.

Als durchaus kraftvollen „Wermutstropfen“ biete ich Euch an dieser Stelle ein anderes Superfood an, das durch seine antioxidativen Fähigkeiten und vielen positiven Eigenschaften für unseren Körper, u.a. etwa für den Verdauungstrakt, bekannt ist. Die Rede ist von der mir sehr geschätzten Aroniabeere.

Wenn Ihr Euch bzw. Euren Liebsten etwas Besonderes und Gesundes schenken möchtet, dann schaut bei uns im Frankenaronia-Shop vorbei. Unsere leckeren Bio-Aroniaprodukten stehen Euch immer gerne zur Seite.

Hier geht’s zum SHOP.

Ein Hoch auf die Gesundheit!

Euer Roland

 

Bildquelle: Foto von Simone Garritano auf Unsplash