Exoten auf dem Prüfstand: Weißdorn-, Goji- und Kapstachelbeeren
Wir kennen unsere Beerengattungen allzu gut; zumindest jene, die in Omas Garten wachsen bzw. die im Supermarkt, teilweise saisonunabhängig, die Obstregale schmücken. Während Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren oder Johannisbeeren nichts Neues aufweisen, ziehen Stachelbeeren oder die kleinen, gelben Beeren, die oft in kleinen Körbchen angeboten werden (gemeint ist hier die Physalis), die Blicke auf sich.
Wer hat schon einmal etwas von Weißdornbeeren gehört? Vielleicht jene, die auf der Suche nach etwas Natürlichem für Herz und Kreislauf sind?

Wie sieht’s mit der Gojibeere aus? Habt Ihr schon einmal die frische Variante probiert? Bekannterweise ist die getrocknete Form ein Liebling für das Powermüsli.
Und dann wäre da noch die Kapstachelbeere. Das sind die kleinen, gelb-orangen Beeren, die als Verzierung für außergewöhnliche Gerichte oder in Cocktails ihren Einsatz finden. Auch als Partysnack eignet sich diese exotische Beere hervorragend. Die meisten kennen sie unter dem Namen Physalis.
1. Weißdornbeeren: Power für Herz und Kreislauf
Obwohl die Beeren in der Nordhalbkugel beheimatet sind, kennen hierzulande die Wenigsten diese tolle Beerengattung. Die roten bzw. tiefroten, säuerlich-süß schmeckenden Früchtchen des Weißdorns gehören zur Familie der Rosengewächse und werden in den Monaten August und September geerntet.
Was macht diese Beeren so außergewöhnlich?
Weißdornbeeren beinhalten folgende wichtige Inhaltsstoffe:
Flavonoide, Procyanidine, Amine, Gerbstoffe und den für Herz und Nieren wertvollen Mineralstoff Kalium.
Beim ersten Blick auf die Inhaltsstoffe fällt nichts besonders auf, denn auch andere Beeren verfügen über diese oder ähnliche Substanzen. Weshalb der Weißdorn als eine kraftvolle Beere für Herz und Kreislauf hervorsticht, ist das Zusammenspiel der oben aufgeführten Inhaltsstoffe.
Die Weißdornbeere, im Englischen Hawthorn und im Volkstümlichen auch Hagedorn oder Heckendorn genannt, ist eine der am meisten studierte Beere. Über 6000 wissenschaftliche Studien wurden auf der weltweit größten medizinischen Plattform PubMed veröffentlicht, die u.a. folgende Wirkungen des wildwachsenden Weißdorns mit weißen Blüten belegen:
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Steigerung der Durchblutung des Herzen, entsprechend positive Wirkung auf Herzmuskel, Herzkranzgefäße und Herzleistung
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Verbesserung der Pumpleistung des Herzens
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Regulierung des Herzrhythmus und Blutdrucks
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Unterstützung des Herzens in stressreichen Zeiten
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Stärkung des Kreislauf
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Geeignete Vorbeugung einer Herzmuskelschwäche
Interessanterweise wird die Weißdornbeere nicht nur beim Menschen eingesetzt, sondern auch in der Tierwelt, insbesondere bei Pferden. Auch hier gilt es in erster Linie, Herz- und Kreislaufbeschwerden auf natürliche Weise entgegenzuwirken. Darüber hinaus wird es auch bei Magen-Darmproblemen sowie zur Behandlung von Hufrehe und Hufrollentzündung eingesetzt.
Wie sind Weißdornbeeren erhältlich?
An die frischen Beeren kommt natürlich nichts heran. Wer also in nördlicheren Regionen unterwegs ist, sollte die wildwachsenden Weißdornbeeren unbedingt probieren. Beim Verzehr am besten die Kerne ausspucken.
Erhältlich ist Weißdorn in getrockneter und tiefgefrorener Form, als Marmelade, Saft, Kompott, Sirup oder Likör. In den Reformhäusern findet man sie in Kapselform, als Tinktur oder Tee.
2. Gojibeeren: Für Fans der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und darüber hinaus
Getrocknet, blassrot, ca. 1 cm lang und süßlich-herb im Geschmack – das sind die beliebten Goji- bzw. Glücksbeeren (Goji bedeutet auf chinesisch „Glück“).
Lässt man den Begriff Superfoods fallen, dann werden im Gespräch mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später auch die Gojibeeren aufgeführt. Kein Wunder, denn die Inhaltsstoffe dieser exotischen Frucht lassen manch andere Beeren im Schatten stehen.
Welche Inhaltsstoffe beinhalten Gojibeeren?
Zahlreiche Aminosäuren und Spurenelemente verwandeln Gojibeeren in ein kraftvolles Obst. Zudem weist die Beere einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Carotinoide, wie z.B. Zeaxanthin und Polysaccharide, auf.
Zwar gibt es mehr als 2000 medizinische Studien, die auf PubMed veröffentlicht wurden und Gojibeeren eine positive Wirkung auf das Immunsystem, Augen, Herz und Nieren attestieren, trotzdem steht eine negative Assoziation im Raum, die nicht vernachlässigt werden kann: nämlich die Tatsache, dass es keine standardisierten Herstellungsverfahren und toxikologische Untersuchungen gibt.
Da Gojibeeren importiert werden, eignet sich auf Bioware zu setzen. Allerdings auch hier stellt sich die Frage, inwieweit das Obst sorgfältig auf Pestizidrückstände und sonstige toxische Schadstoffe untersucht worden ist.
Anders als Weißdornbeeren, können Gojibeeren mit z.B. gerinnungshemmenden Medikamenten interagieren, weshalb man vor dem Verzehr am besten einen Facharzt konsultieren sollte.
In welcher Form sind Gojibeeren erhältlich?
Die getrockneten Früchte werden nicht nur in Reformhäusern, sondern sehr oft auch in Supermärkten angeboten. Auch wenn sie in Form von getrockneten Beeren am bekanntesten sind, sind Gojibeeren auch als Tee, Pulver, in Kapselform oder gar Saft erhältlich.
3. Kapstachelbeeren: Die Dekobeere schlechthin
Physalis peruviana, Peruanische Blasenkirsche bzw. Andenbeere hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich. Aus der Andenregion Südamerikas wurde sie nach Südakfrika zum Kap der Guten Hoffnung gebracht, woher auch der Name Kapstachelbeere stammt.
Die süß-säuerliche, gelb-orangene Beere ist seit rund zwanzig Jahren ein fester Bestandteil der Obstregale in unseren heimischen Supermärkten. Die Früchte werden weiterhin in Südamerika und Afrika, jedoch mittlerweile auch in den USA, Australien und Neuseeland angebaut und zu uns nach Europa exportiert.
Die kleinen, tomatenförmigen Beeren sind reich an Vitamin C, B1, Provitamin A sowie Eisen und Kalzium.
Zwar wurden mehr als 1000 wissenschaftliche Studien zur Physalis auf PubMed veröffentlicht, jedoch findet die Kapstachelbeere zunächst ihren Einsatz vermehrt in der kulinarischen Küche sowie auf Parties.
Die kleine Andenbeere eignet sich hervorragend für Obstsalate, Müslis, Marmelade, Kuchen, Desserts sowie als Dekoration für z.B. Cocktails. Die getrocknete Version, ohne Zuckerzusatz und ohne Schwefelung, ist besonders lecker in Müslis, als Snack sowie in Fleischgerichten, bei denen sie mit ihrer säuerlichen Note das ganze Aroma zum Vorschein bringt.
Wozu die ganzen Exoten, wenn wir doch so tolle heimische Beeren haben?
Weiterbildung, neues Lernen und Erfahren fördert das eigene Wachstum und eröffnet einem neue Perspektiven.
„Die Eitelkeit weist jede gesunde Nahrung von sich,
lebt ausschließlich von dem Gifte der Schmeichelei
und gedeiht dabei in üppigster Fülle.“
- Marie von Ebner-Eschenbach
Selbstverständlich haben wir hierzulande fantastische Beerenkulturen, die, wenn aus regionalem und bioqualitativen Anbau stammend, saisonal verzehrt, nicht nur hervorragend schmecken, sondern obendrauf auch noch gut für Körper, Geist und Seele sind.
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Ein Hoch auf das Leben!
Euer Roland
Bildquelle: Foto von Susann Kuntze auf Pexels
Rechtshinweis: Unsere Aroniaprodukte sind natürliche Lebensmittel aus 100 % Aroniabeeren. Sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung oder ärztliche Behandlung. Alle Angaben beruhen auf allgemein zugänglichen Informationen. Dieses Produkt dient nicht der Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten. Wirkung individuell. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme bitte Arzt oder Apotheker konsultieren.