So ein Halloween gab es noch nie
Ein frecher Kürbis rollte und rollte munter weiter bis er in der Mitte der Aroniaplantage zum Halt kam. Zum Glück kam kein Strauch während dieser außergewöhnlichen akrobatischen Leistung zu Schaden. Im Nu wurden die Aroniawächter informiert und sie standen bis zu den Zähnen gewappnet neben dem orangenen Eindringling.

„Na sowas habe ich in all den Jahren, in denen ich hier bei Frankenaronia auf dem Aroniafeld Wache schiebe, auch noch nie erlebt,“ sagte der Oberkommandant der Aroniawache.
Kaum sprach der Kommandant sein letztes Wort aus, erwiderte der Kürbis.
„Neugierig, wa? Schon wieder wurde ich im Nirgendwo rausgeschmissen?“
„Der Eindringling spricht. Der Eindringling spricht.“ brüllte einer der Soldaten sichtlich in Panik geraten.
In einem harten und überzeugenden Ton, fragte der Obekommandant:
„Wer sind sie? Bitte weisen sie sich aus. Was haben sie hier zu suchen?“
„Wahnsinn. Jetzt kommt mir so `ne neunmalkluge Beere daher und fragt nach Papieren“ murmelte der Kürbis für sich hin, bevor er mit erhobenem Haupt antwortete:
„Mein Name ist Pampa und ich komme aus Berlin. So wie es aussieht, bin ich diesmal wirklich in der Pampa gelandet“ lachte der Kürbis laut los.
Halloween mit Pampa in der Pampa
Sichtlich beleidigt, drehte sich der Oberkommandant zu seinen Soldaten und sprach folgenden Befehl aus, bevor er sich auf dem Weg machte:
„Lasst ihn nicht aus den Augen. Ich nehme diesem Kürbis aus der Hauptstadt kein einziges Wort ab. Seine Entlassung erfolgt nur auf meinem Befehl.“
„Na toll, jetzt soll ich auch noch meine Lieblingsfeier, auf die ich mich ein Jahr vorbereite mit diesen Beeren verbringen“, leierte der Kürbis seine Augen und wurde ein wenig traurig.
Auf einmal hüpfte eine junge Aroniabeere aus dem benachbarten Strauch und schlich sich zu den Kürbis, ohne dass die Soldaten sie aufhalten konnten.
„Sei nicht traurig. Wir verbringen Halloween zusammen. Ich helfe dir.“
Kaum sprach sie die letzten Worte aus und schon war sie weg, bevor die Aroniasoldaten sie festhalten konnten.
Es war kurz vor der Dämmerung als die lustige Spaßbeere Leila sich eine Strategie ausdachte, wie sie sich zum Kürbis heranschleichen könnte, ohne von den Wachen bemerkt zu werden.
„Psssst, Kürbis, ich bin wieder da. Ich hab dir was mitgebracht.“
„Wat? Wer bist du denn eigentlich?“
„Ich heiße Leila. Die anderen machen sich ständig über mich lustig, weil ich eine Frohnatur bin. Kuck mal, ich hab dir ein paar Dekorationsblätter mitgebracht. Wie heißt du eigentlich?“
„Pampa.“
„Ein außergewöhnlicher Name. Und du kommst wirklich aus Berlin? Wie ist es dort? Ich war noch nie in der Hauptstadt. Meine Eltern erlauben mir nicht die Aroniaplantage zu verlassen. Ich darf nicht mal woanders in die Schule gehen, außer hier bei uns in der Pampa.“
Kaum sagte Leila das letzte Wort und schon lachten beide genüsslich los.
Die Tage vergingen und die beiden vertieften ihre Freundschaft.
„Nur noch einen Tag bis Halloween. Ich muss mit dem Oberkommandeur sprechen. Pampa soll nach Hause gehen können und im Kreise seiner Liebsten feiern, auch wenn ich ihn sehr vermissen werde“ murmelte Leila auf dem Weg zurück in die Kommandozentrale der Aroniaplantage.
Leila klopfte an der Tür und ein schlanker, gut aussehender Aroniabeeren-Oberkommandant bat sie herein.
„Was hast du auf dem Herzen, Leila?“
„Herr Kommandant, sie müssen meinen Freund entlassen. Er hat kein Aroniagesetz gebrochen. Sie tun ihm großen Unrecht, wenn sie ihn weiterhin hier festhalten. Pampa hat auch eine Familie, genauso wie sie. Glauben Sie nicht, dass er seine Liebsten vermisst?“
Nach einer kurzen Atem- und Gedenkpause fuhr der Kommandant fort.
„Hmmm. Du bist ein sehr kluges Mädchen, Leila. Wo hast du denn so gut verhandeln gelernt?“
„Papa, wir zwei gehören in die Pampa, aber mein Freund Pampa gehört nach Berlin.“
Der Kommandant schmunzelte und bat einen Soldaten, seine geschickte und äußerst talentierte Tochter nach Hause zu begleiten, aber nicht bevor er sich mit folgenden Worten verabschiedete:
„Du hast dein wunderschönes Herz für Pampa geöffnet und fühlen dürfen, was Heimweh bedeutet. Es ist eine wertvolle Lektion, die unsere Soldaten nicht willens waren zu lernen. Dein Freund ist frei und kann jederzeit nach Hause. Danke für deine Großzügigkeit, Leila.“
Leila rollte den Hügel voller Freude runter und schrie:
„Pampa, Pampa, du bist frei. Du darfst nach Hause.“
Pampa blickte voller Freude auf seine Freundin hoch und erwiderte:
„Wie hast du das denn hinbekommen?“
„Mit Beziehungen und Verhandlungsgeschick versteht sich. Ein paar Tropfen Vitamin B und schon kann vieles einfacher sein.“
„Kommst du mich bald mal in Berlin besuchen?“
„Eines Tages, wenn ich groß bin, dann sicher. Bis dahin, kommunizieren wir telepathisch. Das haben wir mittlerweile beide drauf. Hatten ja genug Gelegenheit, es zu praktizieren. Happy Halloween, Pampa. Ich werde dich vermissen.“
Auch bei uns in der Pampa gehört der Kürbis auf den Tisch
Ob Halloween oder nicht, im Oktober wird nunmal der Kürbis geerntet. Selten verirrt sich ein Kürbis auf die Aroniaplantage und wenn er dies tut, dann herrscht buchstäblich Panik auf der Titanic. Für Spaßbeere und Co. ist dies ein Highlight, wie ihr oben in der Geschichte erfahren durftet.
Geniesst einen lecker gebratenen Kürbis im Kreise Eurer Liebsten, unabhängig davon, was der Kommerz und die Medien uns darüber erzählen.
Mutter Natur vermittelt unzählige Weisheiten, es hängt jedoch von uns ab, wie offen wir für ihre Lektionen sind.
In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen ein Happy Halloween!
⭐⭐⭐⭐⭐
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Ein Hoch auf das Leben!
Euer Roland
Bildquelle: Bild von Danin Buljubasic auf Pexels
Rechtshinweis: Unsere Aroniaprodukte sind natürliche Lebensmittel aus 100 % Aroniabeeren. Sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung oder ärztliche Behandlung. Alle Angaben beruhen auf allgemein zugänglichen Informationen. Dieses Produkt dient nicht der Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten. Wirkung individuell. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme bitte Arzt oder Apotheker konsultieren.
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